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Nicht alles neu. Sondern das Richtige neu.

vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit

Als wir unser Haus zum ersten Mal besichtigten, war schnell klar: Hier wird sich einiges verändern. Gleichzeitig gab es genauso viele Dinge, bei denen mein erster Gedanke war: Bitte nicht rausreissen. Unser Ziel ist deshalb nicht, alles neu zu machen, sondern das Haus weiterzuentwickeln, seinen Charakter zu erhalten und gleichzeitig unseren eigenen Stil hineinzubringen.


Schlüssel in einer Holzschale auf einem Tisch, Pflanze im Hintergrund

Bestehendes als Ausgangspunkt

Unser Haus wurde Anfang der 80er Jahre gebaut und das darf man ihm auch weiterhin ansehen.

Teppichböden, viel Holz, Täferdecken, eine Küche aus einer anderen Zeit und einige technische Erneuerungen stehen an. Gleichzeitig gibt es viele Elemente, die wir unbedingt erhalten möchten.


Die Terracotta Platten. Die sichtbaren Holzbalken, Die Holzfenster. Der Kamin.


Elemente, die vielleicht nicht dem entsprechen, was man heute in einem Neubau planen würde, die aber genau diesem Haus seinen Charakter geben.


Wir möchten keinen komplett neuen Stil über das Haus legen. Vielmehr soll Bestehendes mit Neuem so zusammenspielen, dass sich am Ende alles selbstverständlich anfühlt und trotzdem unsere eigene Handschrift trägt.


Dabei merke ich immer mehr, wie stark eine Entscheidung die nächste beeinflusst.


Die Terracotta Platten im Erdgeschoss bleiben und werden aufgearbeitet. Auch die sichtbaren Holzbalken bleiben bestehen. Beide bringen bereits viel Wärme, Sturktur und Charakter mit.


Das beeinflusst wiederum, welche neuen Materialien wir wählen. Für die oberen Geschosse war beispielsweise schnell klar, dass der neue Boden Ruhe in die Räume bringen soll.


Die Frage war irgendwann nicht mehr nur:


Welcher Boden gefällt uns?


Sondern vielmehr:

Was braucht dieser Raum und was passt zum Haus?


Genau die Entscheidungen dazwischen interessieren mich

Themen rund um Räume, Materialien und Gestaltung begleiten mich schon länger. Durch mein Fernstudium Interior Design am Institut für Innenarchitektur habe ich mich intensiv mit Raumwirkung, Farben, Materialien und Einrichtung auseinandergesetzt.


Mit unserem eigenen Umbau kommt nun eine ganz neue Ebene dazu.


Plötzlich geht es nicht mehr nur um Gestaltungsideen, sondern um ganz konkrete Entscheidungen. Welcher Boden passt zu den bestehenden Elementen? Welche Materialien dürfen auffallen und welche sollten sich eher zurücknehmen? Wie beeinflussen Licht, Farben und Oberflächen die Wirkung eines Raumes?


Ich recherchiere sehr viel, spreche mit Fachpersonen, vergleiche verschiedene Lösungen und hinterfrage Entscheidungen immer wieder im Zusammenhang mit dem gesamten Raum.


Und genau das finde ich unglaublich spannend.


Denn es gibt selten die eine richtig Lösung.


Ein Boden, der in unserem Haus funktioniert, könnte in einem anderen Zuhause völlig anders wirken. Ein bestehendes Element, das auf den ersten Blick vielleicht altmodisch erscheint, kann plötzlich genau das sein, was einem Raum seinen Charakter gibt.


Und manchmal sind gerade jene Entscheidungen besonders wichtig, die man später kaum noch sieht. Unsere aktuelle Licht und Elektroplanung ist dafür ein gutes Beispiel.


Unser Umbau als Anfang

Momentan sieht man von all diesen Gedanken vor allem eines: Baustelle.


In den kommenden Wochen wird sich das langsam ändern. Bestehendes wird aufgearbeitet, Neues kommt hinzu und irgendwann wird aus all den einzelnen Entscheidungen ein Zuhause.


Genau diesen Prozess möchte ich hier im Blog begleiten.


Nicht nur mit fertigen Vorher Nachher Bildern, sondern auch mit den Gedanken dahinter.


Warum bleibt etwas? Warum wird etwas ersetzt? Was haben wir bei der Recherche gelernt? Was sagen Fachpersonen dazu? Und weshalb könnte die richtige Entscheidung in einem anderen Zuhause eine ganz anderen sein?


Es wird um Renovationen und Interior gehen, um Materialien, Böden, Licht, Farben unds päter auch um Einrichtung und die kleinen Details, die am Ende einen grossen Unterschied machen.


Immer mit einer Frage im Hinterkopf:


Was braucht dieser Raum wirklich?


Denn manchmal braucht ein Zuhause gar nicht alles neu.


Sondern einfach das Richtige.

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